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3.7.07

Studie zu Corporate Blogs

Wissenschaftliche Forschung ist immer zu unterstützen, deshalb hier der Link zum Online-Fragebogen einer Studie über Corporate Blogs zweier Studenten der Universität im schweizerischen Fribourg. Da ich den Fragebogen gerade ausgefüllt habe, weiß ich auch, worauf die beiden hinaus wollen. Es geht einerseits um Lesegewohnheiten der Rezipienten von Corporate Blogs, aber auch um deren Einschätzung der Glaubwürdigkeit dieser neuen Form der Unternehmenskommunikation. Der Fragebogen ist noch bis Ende Juli online.

Für mich sind Corporate Blogs als Leser und als Autor die Lösung, auf die ich schon immer gewartet habe. Als Leser entscheide ich, von wem ich Informationen beziehen, wo und wann ich sie lesen möchte. Ich wähle aus, welche Texte mir Nutzen bringen und welche reines Marketing-Gewäsch sind. Wenn ich nicht einverstanden bin mit den Inhalten oder etwas beizutragen habe, kommentiere ich. Umgekehrt habe ich als Blogschreiber einen Kanal, um mich schnell mit Interessierten innerhalb und außerhalb meiner Branche auszutauschen. Ich bin gezwungen, Nutzen und sinnvollen Inhalt zu bieten und mich mit Gleichgesinnten im gesamten deutschsprachigen Raum zu vernetzen, sonst wird mein Blog ein Orchideendasein fristen. Statt immer neue Werbe-Schmähs auszuhecken und diese für viel Geld in eine anonyme, desinteressierte und überforderte Öffentlichkeit zu schicken, kann ich mein Profil in der eigenen Publikation, dem Corporate Blog schärfen. Und ich erhalte sofort Feedback, wenn ein Thema mal kontrovers ist.

Der unternehmerische Nutzen eines Corporate Blog lässt sich nicht so leicht in Umsatzzahlen übersetzen. Wir haben zwar die Zugriffe auf unsere Website durch den zusätzlichen Content innerhalb eines Jahres verfünffacht, die meisten Neukunden gewinnen wir dennoch eher über Google Adwords oder persönliche Empfehlungen. Doch nicht jeder Wert lässt sich quantifizieren. Ich bin überzeugt, dass das Rundschreiben uns nützt, solange es den Leserinnen und Lesern etwas nützt.